Eine Geschichte vom Kritik geben und annehmen

Hervorgehoben

Den heutigen Einstieg in das Thema Bildkritik möchte ich mit einer Frage beginnen. Welche Antwort trifft auf dich zu?

Wenn ich im Internet ein Foto sehe, das mir nicht gefällt…

  1. denke ich mir meinen Teil und klicke weiter.
  2. sage ich dem Urheber freundlich (oder zumindest was ich unter freundlich verstehe), dass mir das Foto nicht gefällt.
  3. hebe ich die guten Seiten an dem Foto hervor, zähle aber auch die Punkte auf, die mir nicht gut gefallen und mache Vorschläge, was er/sie anders machen könnte.

Ich zähle mich zur Gruppe 1. Ich gebe keine negativen Bildkritiken ab. Zumindest nicht ungefragt. Zu welcher Gruppe gehörst du? Scheust du dich nicht, ein Foto zu kritisieren – auch wenn das nicht explizit erwünscht ist?

Heutzutage ist es so einfach wie nie zuvor, die eigenen Bilder im World Wide Web zu präsentieren. Was vielen jedoch nicht bewusst ist, wenn sie damit anfangen, ihre Fotos öffentlich zu zeigen, in Facebook-Gruppen zu teilen und online zu stellen: Es erfordert Mut. Denn du präsentierst sie einer breiten Masse. Auf die vielen Likes und „Ach, wie schön“ wird auch mal ein negativer Kommentar folgen. Und darauf musst du vorbereitet sein.

Meine wichtigste Erkenntnis, die mir während des Schreibens dieses Artikels kam:

Beim Kritik geben geht es um das Wie. Klick um zu Tweeten

Und genau dieses Wie ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht und das ist der Grund, warum es zu Streitigkeiten und Missverständnissen kommt oder du eventuell Hemmungen hast, einen anderen oder dessen Werk zu kritisieren. Ich möchte dir ein paar Methoden aufzeigen, wie du eine Kritik gut verpackst, ohne dass es sich in ein emotionales Pingpong-Drama entwickelt, bei dem ein Wort und eine E-Mail die nächste jagt und beide verletzt zurückbleiben. Eine gute Kritik fußt auf Respekt und Achtung.
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