Folge dem Stern…

Die Tage im Winter sind kurz. Um 16:21 Uhr geht die Sonne hier in München unter. Um den langen Nächten zu trotzen, wird mit viel Licht dekoriert – sowohl drinnen als auch draußen. Licht in Form von Teelichtern, Lämpchen und Sternen.

Ich wollte am Wochenende das Licht einfangen und besuchte Weihnachtsmärkte. Ich machte Motive von Weihnachtsdeko, Feuerstellen, Lämpchen und beleuchteten Wänden. Aber auf dem Fürstenfelder Adventsmarkt entdeckte ich eine besonders schöne schwarze Wand aus Lämpchen und aufgehängten Sternen. Darüber stand:

„Folge dem Stern…“

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Flüchtlingskrise – Wenn wir jetzt nichts ändern, wann dann?

Hervorgehoben

Der Titel ist Programm – heute nutze ich meinen Blog, um über das Thema Flüchtlingskrise zu schreiben. Dieses Thema macht mich und meine Familie betroffen und beschäftigt uns seit Tagen. Mein Mann, seine Schwester, seine Eltern und andere Verwandte und Bekannte kamen in den 90er Jahren selbst als Flüchtlinge nach Deutschland. Sie flohen vor dem Krieg in Jugoslawien. Durch die ganzen Bilder und die permanente Berichterstattung fühlt mein Mann sich in eine Zeit zurückgeworfen, die er verdrängt hat. Unterdrückte Gefühle kommen wieder hoch. Nachts liegt er wach und denkt an diese verzweifelten Menschen in Ungarn oder an das tragische Schicksal der ertrunkenen zwei Brüder Aylan und Galip Kurdi und deren Mutter Rehan. Der verzweifelte Vater Abdullah Kurdi hat nun alles verloren. Damals bei seiner eigenen Flucht vor über zwanzig Jahren ging alles so schnell; er hatte nie viel Zeit über seine Situation nachzudenken und später hat er sich nicht die Zeit genommen. Und heute, da er der Zuschauer ist und all die Jugendlichen und Kinder, die alleine fliehen, sieht, fragt er sich, wie die Bilder wohl damals auf die Menschen gewirkt haben, die das alles im Fernsehen beobachtet haben, als er selbst mittendrin war.
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