Rhythmen

Als ich Mitte Februar am Weßlinger See spazieren war und die Bewegungen der Wellen beobachtete, kam mir eine Idee, die ich zu Paleicas Februarmotto Strukturen und Rhythmen und hier speziell zum Begriff Rhythmus umsetzen wollte: Ein Video drehen.

Videos drehen war für mich nie wirklich ein Thema. Ich mache Fotos und Punkt. Video und Fotografie waren für mich zwei getrennte Sachen. Doch wenn man es mal genauer betrachtet, ist ein Video eigentlich nichts weiter als ein schnelles Abspielen von vielen Fotos, sodass der Eindruck eines bewegten Bildes entsteht. Und spätestens nach dem Videodreh zur Weihnachtsverlosung war ich total begeistert von den Möglichkeiten dieses Mediums. Damals hatte ich Unterstützung beim Filmen und Zusammenschneiden und dachte mir: Das kriege ich bestimmt nie alleine hin.

Aber wie ich also die Wasserbewegungen betrachtete, dachte ich mir, dass ich für meinen Teil nur so das Thema umsetzen kann. Wenn ich das Wort Rhythmus höre, denke ich an Musik, an rhythmische Bewegungen, an Vibrationen. Wie sollte ich das also in einem Foto einfangen?

Die Bewegungen des Wassers gaben mir die Antwort. Kein Foto sondern ein Video muss es sein. Bei dem ersten Video am Weßlinger See hatte ich kein Stativ dabei. Wie man an den Verwackelungen erkennt, sind meine Kameraführungskünste noch etwas dürftig 🙂

Das Licht an dem Tag war einfach wunderschön. Ich wollte unbedingt noch einmal an einem anderen Tag wieder kommen und Videos aufnehmen. Die erste Sequenz im Video vom Weßlinger See ist übrigens tatsächlich „nur“ ein Foto. Mit einer bestimmten Einstellung im Microsoft Movie Maker sieht es aber so aus, als würde es sich bewegen.

Aus Zeitgründen habe ich es letzte Woche nur zum Germeringer See geschafft. Der Montag war aber perfekt für mein Projekt. Es war sehr windig und die Sonne schien.

Das schöne am Videodrehen in der Natur ist, dass es die Schnelligkeit aus dem Alltag herausnimmt. Du stellst die Kamera auf dein Stativ, drückst auf Aufnehmen und dann wartest du. Du schaust zu und betrachtest. Du hörst das Rauschen des Windes, das Plätschern des Wassers. Du entdeckst Details, die dir sicherlich nicht aufgefallen wären, weil wir einfach alles immer viel zu schnell machen, den Moment nicht genießen, in Gedanken oder in Gespräche vertieft sind oder uns von unserem Handy ablenken lassen.

Die meisten Videosequenzen waren ungefähr eine Minute lang. Und in dieser einen Minute saß ich still da und betrachtete das Spiel von Wind und Wasser.

Videos machen ist anders als Fotografieren. Aber es hat mir sehr viel Spaß und Freude gemacht und mich begeistert. Mal schauen, ob ich das Medium nun öfters benutzen werde…

2016 in 26 Wochen – meine bisherigen Projekte:

4 Gedanken zu „Rhythmen

  1. Ui, wo fang ich an, danke fürs verlinken!!! Hat mich sehr gefreut das diese Aktion so gut geklappt hat. Dann hab ich mir Deine Videos angeschaut und bin ganz schön begeistert. In meinen Augen geht das Richtung Oscar 2017, meine Stimme hast Du 😉 Auf jeden Fall mal eine ganz andere Art ein Motto umzusetzen. Ich mags 😉

    • Danke, lieber Markus 😀 Die Verlinkung musste sein, toller Beitrag und passt ja zu dem, was ich während der Aufnahmen erlebt habe.
      Liebe Grüße
      Aleksandra

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