Tagesformen I

Kommen wir nun zum dritten Projekt in meinem 26-Wochen-Projekt. Wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt, habe ich mir ein paar Fotoaufgaben aus dem Buch Fotografieren! Die Fotoschule zum Mitmachen ausgesucht, die ich in den kommenden Wochen fotografieren möchte. Eine davon lautet:

Tagesformen.

Was soll man sich darunter vorstellen? Die Autorin Jacqueline Esen schreibt zu dieser Aufgabe: „Langweilige Bilder lassen sich oft durch „falsches“ Licht erklären, denn alles entscheidend in der Fotografie ist das Licht.“ Die Aufgabe besteht darin, sich ein Motiv zu suchen, das nicht wegläuft und bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit zugänglich ist. Als Beispiele dafür nennt sie Statuen, Brunnen und Bäume, aber auch Häuser oder selbst inszenierte Stillleben.

Für Teil I dieser Aufgabe habe ich mich mal wieder für die Glaskugel entschieden, denn ich wollte es nicht nur bei dem einen Mal im Schnee belassen.

Samstag, 06.02.2016, 13:14 Uhr, Schönes Wetter, absichtlich überbelichtet

Samstag, 06.02.2016, 13:14 Uhr, Schönes Wetter, absichtlich überbelichtet

Meine Requisiten

Eine Glaskugel, ein Fensterbrett, ein roter Blumentopf, meine Fadengardine und eine herabgefallene Blüte. Außerdem ein Stativ. Und das sind die unterschiedlichen Ergebnisse:

Samstag, 06.02.2016, 15:56, Sonnenschein und warmes Wetter

Samstag, 06.02.2016, 15:56, Sonnenschein und warmes Wetter

Samstag, 06.02.2016, 21:51 Uhr

Samstag, 06.02.2016, 21:51 Uhr

Sonntag, 07.02.2016, 10:36 Uhr. Die Rollläden spiegeln sich in der Kugel.

Sonntag, 07.02.2016, 10:36 Uhr. Die Rollläden spiegeln sich in der Kugel.

Sonntag, 07.02.2016, 14:17, bewölkt

Sonntag, 07.02.2016, 14:17, bewölkt

Sonntag, 07.02.2016, 17:36, So langsam geht die Sonne unter und versteckt sich hinter vielen Wolken.

Sonntag, 07.02.2016, 17:36. So langsam geht die Sonne unter und versteckt sich hinter vielen Wolken.

Montag, 08.02.2016, 08:36 Uhr, sonniger Morgen

Montag, 08.02.2016, 08:36 Uhr, sonniger Morgen

Das Scharfstellen auf die Blüte habe ich manuell gemacht, da sich sonst immer die Gardinen in der Kugel gespiegelt haben. Schärfer ging es aber leider nicht. Entweder liegt es an der Kugel, da sie ein paar Kratzer hat. Oder es liegt am Winkel der Blüte.

Ich habe die Kugel und die Veränderungen über drei Tage beobachtet. Der Zeitaufwand ist gering: Stativ aufstellen, Kamera drauf, beobachten, fokussieren, abdrücken und zu einem späteren Zeitpunkt wieder kommen.

Was bringt dir dieses Projekt?

  • Du sammelst Erfahrungen mit verschiedenen Lichtsituationen.
  • Du kannst die Bilder zu einem dekorativen Triptychon oder Tableau zusammenstellen.
  • Du kannst die Bilder für eine Bildpräsentation mit Zeitraffereffekt nutzen.
  • Du kannst dieses Projekt auch für Langzeitstudien nutzen, um zum Beispiel den Wandel der Jahreszeiten an Bäumen zu dokumentieren.

Worauf du noch achten solltest

Such dir ein Objekt, dass sich immer am selben Platz befindet, welches du immer vom selben Standort aufnehmen kannst und wähle, wenn möglich, immer den gleichen Bildausschnitt, um so die verschiedenen Lichtstimmungen und Ergebnisse vergleichen zu können.

Es kann auch ein Objekt sein, an dem du täglich zur Arbeit oder zur Schule vorbeiläufst.

Fotografiere es zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wetterstimmungen. Man kann diese Aufgabe an einem Tag erledigen oder sein Objekt über mehrere Tage beobachten, denn je nachdem wie das Wetter ist, ändert sich auch die Lichtstimmung.

Nächsten Montag kommt Teil II und ich zeige auch ein paar Motive, die ich draußen fotografiert habe.

2016 in 26 Wochen

2 Gedanken zu „Tagesformen I

  1. Wow, sehr schöner Beitrag und spannende Einblicke. Ich kenn ja diese Projekte und muss Dir daher bei allem was Du dazu schreibst, zustimmen. Es ist unglaublich wertvoll. Tolle Idee auch mit der Glaskugel. Mach weiter so, bin gespannt 😉

  2. Pingback: Tagesformen II | Aleksandras Fotoblog

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