Die Hauptstraße in Fürstenfeldbruck

Dieses Jahr steht für mich im Zeichen des Dranbleibens. Damit ich an der Fotografie dran bleibe und auch mal meine eingefahrenen Wege verlasse, möchte ich mich alle zwei Wochen einem neuen Projekt widmen.

Die Glaskugelfotografie zähle ich einfach schon mal zu meinem 26-Wochen-Projekt für 2016 dazu. Außerdem „unterstützt“ mich Paleica mit ihren 12 Magischen Mottos auch dabei, in diesem Jahr projektmäßig zu fotografieren. Sie gibt jeden Monat ein Motto vor. Im Jänner war es das Thema Schilder und Schriften.

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Das ist etwas, was mich richtig herausfordert, denn so etwas fotografiere ich in der Regel nicht. Das erste was mir bei dem Wort Schilder in den Sinn kam, war nach auffälligen Straßenschildern zu suchen. Doch die Tage vergingen, die Zeit rieselte mir davon, ich kam nicht raus und nicht zum Fotografieren. Ich war in einem kleinen Powertief. Aus den einunddreißig Tagen wurden immer weniger Tage und ich beschäftigte mich zwar im Geiste mit diesem Thema, aber nicht mit der Kamera. Deswegen ist dieser Beitrag für den Januar auch erst heute erschienen.

DSC01131Ich bin nicht wirklich zufrieden mit meiner Ausbeute. Denn was anderen vielleicht total leicht fällt, fällt mir sehr schwer: In der Straße etwas zu finden, was ich fotografieren möchte.

Aber das ist ja das, was ich mir mit diesem 26-Wochen-Projekt vorgenommen habe – eine Erweiterung meines fotografischen Horizonts und auch mit Themen, die ich wohl selbst nicht gewählt hätte.

DSC01114Die Fotos entstanden am 30. Januar auf der Hauptstraße von Fürstenfeldbruck. Hier findest du Moderne gepaart mit Traditionellem.

Ungewöhnliches und nicht Alltägliches

Enthusiasmus und Glück

Und natürlich Schilder

Ein kleiner Exkurs zu Schriften

Was die Schriften angeht, so erinnere ich mich, auf Paleicas Blog einmal einen Beitrag gelesen zu haben, in dem sie schreibt, dass sie eine Typofan ist und Typo-Apps vorstellt. Ich bin ein Lernfan und habe mich Ende 2014/Anfang 2015 in einem Onlinekurs mit der Typografie beschäftigt.

Danach saß ich da und habe mich über die Typowelt gewundert 🙂 Es gibt Font-Management-Systeme, Empfehlungen für welchen Zweck eine Schrift verwendet werden kann. Da wird von schönen Schriften gesprochen. Man braucht definitiv ein Auge dafür.

Vielleicht hast du dich auch schon mal gewundert, warum es bei Photoshop so viele Schriften gibt. Wenn ich einem Foto einen Text hinzufügen möchte, kann ich mich kaum entscheiden und sehe bei manchen ähnlichen Schriften keinen Unterschied. Man muss da wirklich ein Kenner sein.

DSC01142Schriften gibt es auch zu kaufen. Es werden Qualitäten vergeben. Tausende von Menschen denken sich jeden Tag neue Schriften aus. Das ist echt abgedreht 🙂

Typografie ist laut Duden die „Kunst der Gestaltung von Druck-Erzeugnissen nach ästhetischen Gesichtspunkten“. Es geht nicht nur um die Schriften, aber in der Typografieszene wird viel darüber geredet, geschrieben und diskutiert.

Und vielleicht ist dir auch schon mal aufgefallen, bewusst oder unbewusst, dass es Schriften gibt, die einem im Auge wehtun. Sie sind schlecht zu lesen, zu entziffern, man legt das Buch oder das Blatt weg oder wechselt sogar die Internetseite.

Ähnlich wie die Buchmesse in Frankfurt oder die Photokina für die Fotografie gibt es auch die Typotage – dieses Jahr in Leipzig und bereits zum 22. Mal vom 22.04. – 24.04.2016.

Meine nächsten Fotoprojekte

Das war jetzt ein bisschen Abschweifen in die Typografie. Im Februar steht bei Paleicas 12 Magischen Mottos ein neues Thema an, das sie noch nicht bekannt gegeben hat. Ich hoffe, dieses Mal etwas besser damit klarzukommen und auch früher fertig zu werden.

Neben Paleicas vorgegebenen Themen habe ich mir schon drei weitere Projekte herausgesucht, die ich in den kommenden Wochen fotografieren möchte:

  • Tagesform: Mehrere Bilder eines „Motivs unter freiem Himmel, das den Launen der Natur und dem Licht voll ausgesetzt ist.“
  • Dekorativ: Ich sammle Nippes, Mitbringsel, Raumdekoration, Postkarten bei mir daheim und mache das zum Thema meiner Bilder.
  • Formsachen: Ich halte Ausschau nach Strukturen, Mustern und Helligkeitskontrasten. Es geht vor allem um Minimalismus.

Die Themen habe ich mir aus dem Buch Fotografieren! Die Fotoschule zum Mitmachen* von Jacqueline Esen herausgesucht.

  • Hast du ein fotografisches Ziel für 2016?
  • Machst du ein Fotoprojekt, z.B. ein 365-Tage-Projekt?
  • Wo kann man deine Ergebnisse sehen?
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3 Gedanken zu „Die Hauptstraße in Fürstenfeldbruck

  1. also ich finde deine ausbeute durchaus sehenswert! aber ich kann gut verstehen, dass das thema ganz schön fordernd war. bei mir hat es sich ganz durch zufall ergeben, ich hab das davor auch noch nicht so wirklich umgesetzt aber da es ganz was anderes war dachte ich, es könnte mal spannend sein.
    und ja, typografie. das ist für mich echt eine riesen herausforderung, ich hab da wirklich kein talent dafür und bewundere andere umso mehr.

    • Danke Paleica. Das, was ich für mich mitnehmen konnte zum Thema Typografie: das ist eine ganz eigene Welt 🙂 Ich finde diese Menschen, die sich damit beschäftigen oder neue Schriften designen, auch faszinierend 🙂

  2. Pingback: Tagesformen I | Aleksandras Fotoblog

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