Fotografieren bei Hitze – Teil 2 – Königssee

Nachdem das vorhergesagte Gewitter und die Abkühlung nicht in Salzburg eingetroffen waren, waren wir nicht sonderlich motiviert, uns wieder der prallen Sonne auszusetzen. Wohin also? Ein See musste her. Und der Königssee, den wir auch schon immer mal besuchen wollten, lag quasi auf unserem Heimweg zurück nach München und war von unserem Hotel nur 25 km entfernt.

DSC08978

Fjordfeeling

Der Königssee befindet sich im Berchtesgadener Land umgeben von steilen Berghängen. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, findest du bestimmt einen Platz auf dem großen Parkplatz. Von dort aus führt dich ein Spazierweg an Geschäfte, Souvenirläden und Restaurants vorbei und du fühlst dich wie in einem Fischerdorf am Meer. Ganz gespannt wartest du darauf, endlich den See zu erblicken. Und dann lichten sich die Geschäfte und er breitet sich vor dir aus.

DSC08973

Da wir sehr spontan und ohne Plan zum Königssee gefahren sind, mussten wir uns erst einmal orientieren. Was wollten wir nun hier machen? Ein Ruderboot mieten und selbst rausfahren? Nein, lieber nicht, denn die Sonne knallte richtig runter und wir hatten weder Sonnenhut noch Mütze dabei und einen Sonnenstich wollte ich mir nicht einholen. Auf so einem Ruderboot hätten wir uns sicher wie Würstchen auf dem Grill gefühlt – brutzelnd und schwitzend in der Sonne. Da hätten wir auch gleich in Salzburg bleiben können.

Ein Elektroschiff auf dem Königssee

Ein Elektroschiff auf dem Königssee

Mit dem Schiff nach St. Bartholomä

Dann doch lieber eine Fahrt mit dem Schiff? Und das war genau die richtige Entscheidung und verschaffte uns vier schöne und unvergessliche Stunden am Königssee. Wir haben es nicht bereut. Falls du zum Königsee fährst, mach auf jeden Fall eine Tour mit dem Schiff.

Die Schifffahrt ist gut organisiert. Ungefähr alle fünfzehn Minuten kommt eines der Elektroschiffe und bringt dich nach St. Bartholomä, Salet oder holt dich von den kleineren Bedarfshaltestellen nach einer Wanderung wieder ab. Die Seite der Bayerischen Seenschiffahrt informiert dich über Preise und Ausflugstipps. Die Bootsführer machen die 35-minütige Fahrt nach St. Bartholomä mit den Geschichten und Legenden über den Königssee und der Vorführung des Echos an der Echowand zu einem kurzweiligen Erlebnis.

Ankunft in St. Bartholomä

Ankunft in St. Bartholomä

Da der See auch Teil des Nationalparks Berchtesgaden ist, erklärt unser Bootsführer uns, dass deswegen „alles, was Spaß macht, verboten“ ist. Zu den verbotenen Aktivitäten gehört:

  • Surfen
  • Auf dem See Schlauchboote, Luftmatratzen, Kanus oder Paddelboote benutzen
  • Segeln
  • Fischen (mit Ausnahme des einzigen Fischers vom Königssee)

Baden im Königssee?

Baden ist nicht verboten, erübrigt sich bei den Wassertemperaturen aber von selbst oder wie unser Bootsführer sagt: „Als König hinein, als Prinzessin wieder heraus“. Wie eisig das Wasser ist, haben wir natürlich persönlich überprüfen müssen. In St. Bartholomä angekommen zogen wir als erstes unsere Sandalen und Flipflops aus und dippten unsere Füße ins Wasser. Rein… und dann ganz schnell wieder raus. Bei 14°C Wassertemperatur zieht’s dir echt alles zusammen.

Abkühlung

Abkühlung

Rund um St. Bartholomä

Als wir uns genug abgekühlt hatten, erkundeten wir die Halbinsel, auf der wir nun gelandet waren. Hier gab es also die berühmte Wallfahrtskirche St. Bartholomä und von dort aus viele Spazier- und Wanderwege in alle Richtungen. Wir folgten dem Weg Richtung Watzmann, bogen dann aber zur Nationalpark Infostelle ab. Das ist ein feines, kleines Holzhaus mit anschaulichen Infotafeln und Prospekten zum Nationalpark. Das Motto des Nationalparks ist „Natur Natur sein lassen“. Dem stimme ich voll und ganz zu.

Nationalpark Infostelle

Nationalpark Infostelle

Wir gingen dann wieder zurück auf den Wanderweg Richtung Watzmann, spazierten dort eine Weile entlang des Sees und machten Fotos in und am Wasser. Plötzlich kam ein Wind auf und das Wasser auf dem See wurde unruhiger. Die Wolken wurden auch immer größer und dunkler. Das war für uns das Stichwort, langsam wieder an den Heimweg zu denken. Aber nicht ohne Pause und Brotzeit beim Fischer vom Königssee.

Solche Tage geben mir viel Kraft und es erfüllt mich mit Glück, dass ich diese schönen Orte sehen darf. Klick um zu Tweeten

Hier noch ein paar Impressionen:

Falls es dich jetzt auch an den Königssee zieht

Wenn du deinen Besuch am Königssee planen willst, findest du hier die wichtigsten und übersichtlichsten Internetseiten gespickt mit vielen Informationen zu Preisen, Wanderwegen, Touristenhighlights und Bildern:

Fotografieren bei Hitze – das große Fazit

Wenn du dich von Hitze nicht vom Fotografieren abhalten lassen willst, dann begebe dich dorthin, wo du in deinem Element bist. Bei mir ist das die Natur mit schattigen Plätzen und der Möglichkeit, mich auch kurz mal abzukühlen, sprich die Füße ins Wasser zu dippen. Wie ist das bei dir so?

DSC08917

Hier noch ein paar allgemeine Tipps:

  • Nimm dir ausreichend zu Trinken mit.
  • Vergiss den Sonnenschutz nicht und bedecke deinen Kopf mit einer Mütze oder einem Sonnenhut oder halte dich viel im Schatten auf.
  • Vergiss bzw. lass deine Kamera auf keinen Fall für mehrere Stunden im Auto liegen.

Dann wird auch das Fotografieren bei Hitze ein Erfolg.

8 Gedanken zu „Fotografieren bei Hitze – Teil 2 – Königssee

  1. „Als König hinein, als Prinzessin wieder heraus“ – wie sehr ich lachen musste 😉 Du hast nicht zuviel versprochen, der See scheint eine richtige Perle zu sein! Und ich merke schon wie sehr es mich reizen würde dort zu fotografieren. Und sooo weit ist es ja jetzt auch nicht entfernt! Mich hast Du überzeugt. Ein Ausflug scheint sich tatsächlich zu lohnen…
    Bild 1 ist übrigens der Knaller!!!!
    lg Markus

  2. Danke für den Bericht und die herrlichen Fotos.Wir empfehlen in den Sommermonaten eine Schifffahrt am kühlen Vormittag. Somit entgeht man dem Besucheransturm und hat noch ausreichend Zeit für einen Sprung ins kühle Nass. Badesachen nicht vergessen!

    • Danke für den Tipp, liebes Team von Bayerische Seenschifffahrt! Das ist bestimmt für den ein oder anderen gut zu wissen.

    • Hallo Manfred,
      ach, wie schön. Der Königssee hat etwas Magisches, kann verstehen, dass es dich dort schon öfters hingezogen hat.
      Liebe Grüße
      Aleksandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.