Folge dem Stern…

Die Tage im Winter sind kurz. Um 16:21 Uhr geht die Sonne hier in München unter. Um den langen Nächten zu trotzen, wird mit viel Licht dekoriert – sowohl drinnen als auch draußen. Licht in Form von Teelichtern, Lämpchen und Sternen.

Ich wollte am Wochenende das Licht einfangen und besuchte Weihnachtsmärkte. Ich machte Motive von Weihnachtsdeko, Feuerstellen, Lämpchen und beleuchteten Wänden. Aber auf dem Fürstenfelder Adventsmarkt entdeckte ich eine besonders schöne schwarze Wand aus Lämpchen und aufgehängten Sternen. Darüber stand:

„Folge dem Stern…“

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Makrokälte

Der Duden sagt, Makro ist ein Präfix und bedeutet „in Bildung mit Substantiven oder Adjektiven groß, größer als normal“. Für mich macht bei der Makrofotografie genau das die Faszination aus: das Kleine wird übertrieben groß dargestellt, hervorgehoben, in den Mittelpunkt gestellt oder auch verfremdet, sodass das, was man sieht, ein Rätsel ist, das man lösen muss.

Im Juni dieses Jahres habe ich das erste Mal mit einem Makroobjektiv fotografiert und war hin und weg von den Ansichten, die mir meine Motive eröffneten. Ich kam sehr nah an meine Objekte heran und diese Nähe erzeugte erst die Magie. Dann kamen aber erst einmal keine weiteren Makromotive dazu, denn ich hatte kein Makroobjektiv. Aber dank einer Leihgabe konnte ich mich die letzte Woche wieder diesem Fotogenre widmen.

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Können Fotografien Zeugen sein?

Das Medium Fotografie scheint ein eindeutiges Medium zu sein, das keine Zweifel offen lässt und Zeugnis ablegen kann. Zeugnis über Geschehnisse, über Schuld, Taten, Wahrheiten und Begebenheiten. Vor allem in der Dokumentarfotografie sollen Fotos bezeugen und bestätigen, wie die Situation tatsächlich ist; sie sollen uns aufrütteln, wach machen und uns veranschaulichen, was wirklich vor sich geht, sei es in Kriegs- und Krisengebieten oder in Milieus, in denen wir uns nicht bewegen. Oft nehmen wir das, was uns gezeigt wird, einfach hin. Vor allem, wenn wir es nicht besser wissen oder keinen Vergleich ziehen können, ob das wahr ist, was uns da präsentiert wird. Kann ein Foto wirklich eindeutig sein? Ist nicht jedes Foto auf die eine oder andere Art und Weise intepretierbar?
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Ich akzeptiere es – Angekommen im Herbst

Der Übergang vom Sommer in den Herbst fällt mir immer besonders schwer. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber ich meine, dass es gefühlt sehr lange dauert, bis ich akzeptieren kann, dass der Sommer tatsächlich vorbei ist. Mein Herz, meine Haut, meine Füße, meine Hände, meine Nase – alles will an der warmen Jahreszeit festhalten, will nicht loslassen, will sich nicht warm einpacken müssen.
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Im Hier und Jetzt

Hervorgehoben

Seit einer Woche bin ich aus dem Urlaub zurück und ich komme nur langsam wieder im schnellen Alltag an. Ich versuche mir noch viel von der Langsamkeit und Gemütlichkeit des Urlaubs zu behalten, sie in den Alltag zu integrieren, diese Entspannung nachzufühlen.

Ich war zehn Tage in Serbien und zehn Tage in Bosnien bei der Verwandtschaft – ohne Laptop und ohne richtigen Internetanschluss. W-Lan gab es nur an bestimmten Stellen in der Stadt, wenn ich spazieren ging oder Besorgungen erledigte. Das heißt nicht, dass ich völlig von der Welt abgeschnitten war, dass ich nicht mitbekam, was passierte. Das heißt nur, dass ich mir viel Ruhe, Langsamkeit und Abschirmung gegönnt habe.

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