Sammlung der Blogbeiträge zu der August in Schwarz-Weiß und mein Fazit

Den ganzen August lang widmete ich mich dem Projekt der Schwarz-Weiß-Fotografie und ich rief zum Mitmachen auf. Das Ergebnis: Ich bin total begeistert, dass sich trotz Urlaubszeit und Augusthitze 14 Blogger gefunden haben, die ihre Schwarz-Weiß-Fotos zeigen und erzählen, was Schwarz-Weiß für sie ist, wie sie schwarz-weiß fotografieren und ihre Fotos bearbeiten. Ich fand den Projektmonat toll und ich hoffe, dass, wenn du mitgemacht hast, es dir auch gefallen hat. Heute kommt eine Zusammenfassung der 13 Blogbeiträge, die du dir mal durchschauen solltest. Ein Blog wurde in der Zwischenzeit leider aufgelöst.

Was mir bei den Beiträgen als erstes auffiel, war, dass ich den Monat auch „Schwarz-Weiß um die Welt“ hätte nennen können. Ich bin ganz begeistert, dass Blogger aus Uruguay und Ghana mitgemacht haben; Bilder aus Spanien, der Türkei, aus Asien und den USA waren dabei.

Die meisten haben beschrieben, wie sie ihre Bilder bearbeiten. Am ausführlichsten hat das Christian von travelography.de in seinem Beitrag Von der Idee zum fertigen Bild gemacht. Er liefert eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur digitalen Bildbearbeitung. Durch ihn wurde ich motiviert, mir endlich einmal die Nik-Collection als Demo herunterzuladen und das Plug-in Silver Efex Pro 2 auszuprobieren, das immer wieder für die Bearbeitung von Schwarz-Weiß-Fotos gelobt wird. Und was soll ich sagen – ich bin begeistert.

Jürgen hingegen fotografiert analog und sagt: Schwarz / Weiß mache ich nicht aus Farbbildern. Das ist eine Ansage. Er fotografiert „aus einem Drang heraus“ und mag „klare Strukturen“ und „starke Kontraste“. Alle, die gerne analog fotografieren, sollten hier vorbeischauen, denn er gibt Tipps, wie er seine Bilder entwickelt, welchen Filter er gerne verwendet und welche Effekte sich daraus ergeben. Ein hilfreicher Link ist auch dabei.

Heike zeigt in ihrem Beitrag Magic Letters Q wie quirlig nur ein Foto, aber das hat es in sich.

Tim fotografiert gerne in Schwarz-Weiß und liefert neben beeindruckenden Fotos auch interessante Informationen (Agfa und Kodak hatten in den 30er Jahren proklamiert, die Schwarz-Weiß-Fotografie sei tot), erklärt, warum SW eben nicht out ist, hat 5 Tipps für dich parat und schildert, wie er zur Schwarz-Weiß-Fotografie kam.

Thomas nimmt uns auf eine Reise durch die Türkei mit und führt mich an Orte, an denen ich selbst bereits war. Er ergänzt die Fotos durch gezeichnete Archivaufnahmen. Ein Beitrag mit anregenden Fotos für deinen nächsten Urlaub oder zum Schwelgen in Erinnerungen, falls du schon mal in der Türkei warst.

Paleica führt uns nach Valencia und setzt gleich zwei Projekte um: ihr Lieblingsmotiv Laternen und diese in Schwarz-Weiß. Sie wollte die Struktur und Form der Laternen betonen und findet, dies funktioniere am besten in Schwarz-Weiß. Sie bringt es auf den Punkt, warum manche Bilder doch einfach Farbe brauchen:

„Farbe macht Gruppierung einfacher und Informationen zu gruppieren, zusammenzufassen ist die Funktion des Auges.“

Wie sie ihre Bilder bearbeitet und worauf sie noch achtet, kannst du in ihrem Beitrag Valencias Laternen nachlesen: Valencias Laternen.

Und wenn wir schon mal in Spanien sind, dann bleiben wir doch gleich dabei: Jaelle führt uns durch Spanien im August und speziell zu den Orten Sevilla, Cordoba, Málaga, Granada und in die Alpujarras. Sie hat vor mehr als 30 Jahren ihre ersten Schwarz-Weiß-Bilder fotografiert, selbst entwickelt und die „Schönheit der schwarz-weißen Bilder nie vergessen“.

Thomas zeigt uns in seinem August in Schwarz-Weiß erst den Duisburger Zoo, aber nimmt uns dann mit zu den gewaltigen Landschaften der USA.

Von den USA geht es nach Afrika. Wiebke lebt in Ghana und zeigt mal in harten und mal in weichen Kontrasten Land, Leute und Impressionen. Für sie sind Farben dazu da, Geschichten zu erzählen und wenn man die Farbe rausnimmt, kommen neue Geschichten heraus. Ihre speziellen Schwarz-Weiß-Geschichten hat sie in ihrem Beitrag Warum es einen anderen Blick ermöglicht, wenn die Farbe aus dem Bild weicht zusammengefasst.

Und von Afrika geht es nach Südamerika. Martin lebt in Uruguay und zeigt die Vielfalt des Landes – Stadt, Natur, Meer, Berge, Monumente und Wahrzeichen. Er sagt, für ihn bedeute Schwarz-Weiß-Fotografie „weniger ist mehr“ und in schwarz-weiß erhält man „neue bildnerische Impressionskompositionen“.

Zurück von der Weltreise und wieder in Deutschland kommen wir zu Markus, der die gezeigten Fotos tatsächlich während des Projektmonats fotografiert hat. Zu sehen gibt es Stilllebeben, Makrofotos aus der Natur und ein besonderes Portrait. Er kritisiert, dass Schwarz-Weiß häufig verwendet wird, um ein langweiliges Foto aufzupeppen.

Bei Marc ist alles Schwarz-Weiß auf Instagram. Das finde ich eine tolle Idee. Es gibt viele Fotoplattformen und Fotocommunitys und man probiert ja immer wieder mal die ein oder andere aus. Und wenn einem dann doch mehrere gut gefallen, zeigt man dann auf allen das gleiche? Marc macht es eben anders und zeigt nur Schwarz-Weiß.

Und zu guterletzt stellt Alex in seinem Beitrag Über schwarz-weiß Fotografie fest, dass Schwarz-Weiß oft in der Streetfotografie verwendet wird (das ist mir auch aufgefallen) und dass du nicht automatisch ein Streetfotograf bist, bloß weil du dein Foto in Schwarz-Weiß umgewandelt hast.

Rainer hatte auch tolle Fotos eingereicht, aber leider ist sein Blog Anschlussflug zwischenzeitlich nicht mehr vorhanden, sodass du seine Fotos nicht mehr sehen kannst.

Ein großes Dankeschön an alle, die trotz Hitze und Urlaubszeit teilgenommen haben.

Was noch aussteht ist mein Fazit und noch ein paar Fotos, die im August entstanden sind:

  • Ich bin immer wieder begeistert, wie manche Bilder in Schwarz-Weiß wirken. Ich finde das Plug-in Silver Efex genial.
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Bearbeitet mit dem Plug-in Silver Efex Pro 2.

  • Das war der Tag, als ich etwas motivationslos raus ging, um Fotos zu machen und den Himmel sah und sofort erkannte: Die Wolken werden tolle Schwarz-Weiß-Motive abgeben:

DSC09797-Bearbeitet-2

  • Weitere Schwarz-Weiß-Fotos:
  • Es gibt aber auch den Moment, in dem du erkennst, das ein Foto sich doch nicht gut in Schwarz-Weiß macht und besser die ganzen Farbinformationen behalten sollte.

Mein abschließendes Fazit: Ich habe mich in die Schwarz-Weiß-Fotografie verliebt und werde definitiv weiter schwarz-weiß fotografieren.

Hier noch mal alle Beiträge des Projektmonats im Überblick:


Der nächste Beitrag kommt wahrscheinlich erst Mitte Oktober, denn ich bin jetzt erst mal im Urlaub und es wird ruhiger hier auf dem Blog.

12 Gedanken zu „Sammlung der Blogbeiträge zu der August in Schwarz-Weiß und mein Fazit

  1. Hallo Aleksandra,
    zuallererst herzlichen Dank für die Initiierung und die coole Zusammenfassung des schwarz-weißen Augusts. Deine Reihe und die dazugehörigen Bilder sind echt toll und eine Wucht. Ebenso, wie die beteiligten Blogs mit ihren Blogbeiträgen. Viele dieser Blogs verfolge ich schon länger und das gezeigte bestätigt mal wieder – echt sehenswert. Und wie immer, kommt bei solchen Aktionen wieder neues Futter für meinen Feedreader raus.

    Jetzt noch ein ganz persönliches Danke, denn durch deine Aktion und den damit verbundenen Gedanken über meine Art und Weise der schwarz/weiß Fotografie, habe ich mich entschlossen, mich ab jetzt mal wieder vertieft in die Schwarz/Weiß-Fotografie zu knien.

    Viele Grüße Jürgen

    • Hallo Jürgen,
      danke für das riesen Kompliment. Ich habe durch diese Aktion die Faszination an der Schwarz-Weiß-Fotografie entdeckt – und du hast sie für dich wiederentdeckt. Das freut mich wirklich sehr. Ich freue mich schon auf weitere Fotos von dir!
      Liebe Grüße
      Aleksandra

  2. Danke Aleksandra für dieses tolle Projekt das hier einen würdigen Abschluss bekommt. Es waren sehr spannende und lehrreiche Beiträge mit dabei. ich freu mich auf noch mehr s/w von Dir!!!

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