Lightroom-Presets und Ostergewinnspiel

Bei mir in Germering hat es am Sonntagnachmittag geregnet und gestürmt. Der Wetterdienst gab eine Sturmwarnung raus – Windböen von bis zu 90 km/h. Die waren auch gut in meinem Arbeitszimmer unter dem Dach zu hören. Bei so einem Wetter bleib ich natürlich daheim. Außerdem wurde die Zeit um eine Stunde vorgestellt. Das bringt einen immer durcheinander. Ich hatte noch nicht alle Uhren umgestellt und stellte bei jedem Blick auf die Uhr verwundert fest, wie spät es „schon“ war. Im Fernsehen lief nichts Gescheites. Was sollte ich also mit dem Rest des Tages anfangen?

Ich setzte mich an meinen Computer und öffnete Lightroom, um die Fotos von Samstag zu sichten. Einen Tag davor war strahlender Sonnenschein und ich war mit meinem Fahrrad und meiner Kamera unterwegs. Dabei kam ich an einer Koppel vorbei, ein weißes Pferd graste und die Sonne stand schön tief.

Bild 5

Die Szene war perfekt. Ich stieg von meinem Fahrrad ab, nahm meine Kamera aus der Tasche und checkte meine Einstellungen. Ich machte drei Fotos, bis das Pferd mich bemerkte. Neugierig hob es den Kopf und kam dann direkt auf mich zu. Vielleicht dachte es, dass ich ihm etwas gebe? Als es von mir nichts bekam, graste es in aller Ruhe weiter. Ab und zu blickte es hoch und schaute mich fragend und erwartungsvoll an. Da ich ihm nichts gab, drehte es sich dann wieder um und beachtete mich nicht weiter. Ich knipste und beobachtete. Nachdem ich für mein Gefühl genug Aufnahmen gemacht hatte, packte ich die Kamera zufrieden wieder in die Tasche und fuhr weiter.

Nun schaute ich mir diese Fotos an und überlegte, wie ich sie bearbeiten möchte. Und da kam mir in den Sinn, dass ich schon lange nicht mehr mit Lightroom-Vorgaben experimentiert habe.

Was sind Lightroom-Vorgaben?

Mit nur einem Mausklick kannst du das Aussehen deines Fotos komplett verändern. Es spart also Arbeit und Zeit. Wenn du kein Lightroom hast, kannst du das mit anderen Bildbearbeitungsprogrammen auch erreichen. Bei dem kostenlosen Programm Picasa heißen diese Vorgaben „Effekte“ und es gibt 24 davon – also viel Spielraum zum Ausprobieren. Mit deinem Smartphone kannst du dein Bild ebenfalls mit Effekten verändern. So wird dein Foto im Handumdrehen schwarz-weiß, bekommt eine Sepiatönung, mehr Sättigung oder ein „Sanftes Licht“.

Bei Lightroom sind einige Vorgaben direkt bei Installation enthalten, wie zum Beispiel die Schwarz-Weiß-Vorgaben, Farbvorgaben und Allgemeine Vorgaben. Und du hast die Möglichkeit, deine eigenen Vorgaben für spätere Bilder zu speichern oder sogar fremde Vorgaben zu importieren. Lightroom-Vorgaben oder Presets kann man kostenlos herunterladen bzw. erwerben – manche Fotografen stellen sie zum Verkauf ins Netz. Wenn du mehr über Lightroom Presets erfahren möchtest, dann schau dich mal auf der Seite von Oliver Haller um. In diesem Beitrag erklärt er, was Lightroom-Presets genau sind und wie du sie erstellen, anwenden und verwalten kannst. Und hier hat er viele nützliche Links zusammengetragen, die dir bei der Suche nach neuen Presets helfen werden.

Welche Presets habe ich?

Ich habe „leider“ viel zu viele, was eine Auswahl schwierig macht. Meine Presets kommen von David duChemin, James Brandon, Lindsay Adler, Nicole S. Young und Scott Wyden Kivowitz. Diese Presets waren in einem Fotografie-Paket voller Lernvideos und E-Books enthalten, das ich mir vor ein paar Monaten gekauft habe. Es sind sehr viele und ich nutze sie nicht oft, da ich nicht auswendig weiß, welches Preset welchen Stil, Atmosphäre und Farbe erzeugt. Ich muss also immer alle durchgehen und in der Vorschau kontrollieren, ob mir die Änderungen durch dieses und jenes Preset überhaupt gefallen; deswegen nutze ich sie auch selten und drehe lieber selbst an den Reglern. Aber es macht trotzdem Spaß in dem Vorschaufenster zu sehen, wie sich das Bild mit nur einem Klick verändern könnte.

Mein Tipp an dich: Lieber weniger Presets importieren, erstellen und verwalten, aber dafür wissen wofür die Namen stehen, als zuviele Presets zu haben und nicht zu wissen, was sie bewirken.

Presets sollen dir Arbeit und Zeit ersparen. Mit einem Zuviel an Presets passiert aber das Gegenteil und du verlierst den Überblick, wenn du sie nicht regelmäßig verwendest.

Ist das Bild dann fertig?

Wenn dir das Ergebnis gefällt, dann lautet die Antwort: Ja. In der Regel ist aber mit dem Auswählen eines Presets die Arbeit noch nicht getan. Die Presets sind einfach nur Vorgaben. Du kannst (und solltest in vielen Fällen) trotzdem an den Reglern für Belichtung, Kontrast, Sättigung, Tiefe, Weißabgleich, etc. herumdrehen und das Bild nach deinen Vorstellungen anpassen. Außerdem wird ein Preset nicht bei jedem Bild gleich aussehen. Dies hängt davon ab, ob du die Position während des Fotografierens gewechselt hast oder sich die Lichtsituation durch Schatten, Wolken oder Sonnenuntergang verändert hat.

Hier ein Beispiel: Bei den nachfolgenden fünf Fotos habe ich nur das Preset „Honey on Land“ von David duChemin ausgewählt und nichts weiter geändert. Die Bilder haben aber alle eine andere Farbstimmung, Sättigung oder Tönung.

Fazit und Ende

Wenn du das nächste Mal wegen des schlechten Wetters daheim festsitzt und nicht weißt, was du mit der Zeit anfangen sollst, dann probiere doch mal die Vorgaben und Effekte deines Bildbearbeitunsprogramms aus. Es macht Spaß und ist ein netter Zeitvertreib. Überschreibe deine Bilder nicht, sondern mache lieber eine Kopie, damit du auch alles wieder rückgängig machen kannst, wenn dir das Ergebnis nach ein paar Tagen doch nicht mehr gefällt.

Aber da war doch noch was?
Richtig: Gewinnspiel!

Ich verlose eines meiner Fotos von dem weißen Pferd als Ostergeschenk an dich.

Aus der Fotoserie mit dem weißen Pferd habe ich fünf Bilder ausgewählt und diese zweimal bearbeitet. Die eine Serie ist komplett mit dem Preset „Honey on Land“ von David duChemin entstanden; bei der anderen Serie habe ich mehrere Presets gemischt und auch ein bisschen an den Reglern gedreht.

Stimme für eines der Fotos ab, das dir am besten gefällt, und schreibe die Bildnummer in die Kommentare. Wichtig ist, dass du auch die Nummer in die Kommentare schreibst oder mir eine E-Mail schickst, damit du an der Verlosung teilnehmen kannst, da ich durch das Abstimmen nicht sehen kann, wer welches Bild gewählt hat. Aus allen Teilnehmern werde ich eine Gewinnerin bzw. einen Gewinner auswählen, die/der dann das Bild in Hochauflösung zugeschickt bekommt. Als Gewinner/in kannst du das Bild dann zum Beispiel als Poster oder Postkarte ausdrucken, als Bildschirmhintergrund verwenden oder auf deiner Seite posten. Wenn du es im Internet veröffentlichst, dann bitte immer mit meinem Namen und einem Link zu meiner Seite.

Die Abstimmung läuft bis zum 04.04.2015, 23:59 Uhr.
Am Sonntag, den 05.04.2015, ziehe ich dann die/den Gewinner/in.

 

5 Gedanken zu „Lightroom-Presets und Ostergewinnspiel

  1. Pingback: Workflow Bildbearbeitung eines Schwarz-Weiß-Fotos in Lightroom 5 | Aleksandras Fotoblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.